Kategorie: Weiterbildung

  • BE-Zertifizierte Weiterbildung Erlebnispädagogik

    BE-Zertifizierte Weiterbildung Erlebnispädagogik

    BE-Zertifizierte Weiterbildung Erlebnispädagogik

    Zusatzqualifikation „Prozessorientierte Methoden der Erlebnispädagogik“ (ZQEP)
    Berlin und Brandenburg

    Die ZQEP ist eine modular aufgebaute Weiterbildung im Sinne der Fortbildungsstandards des Bundesverbandes Individual- und Erlebnispädagogik e.V. (BE e.V.). Darüber hinaus sind wir seit 2016 Träger des Qualitätssiegels „Qualität in der Individual- und Erlebnispädagogik – Mit Sicherheit pädagogisch!“, verliehen vom BE e.V., der unsere Weiterbildung regelmäßig überprüft und zertifiziert. Die Weiterbildung besteht aus 7 Modulen zu jeweils 4 bis 5 Tagen, einem Praxisprojekt und dem dreitägigen Abschlusskolloquium.

    Es besteht eine Kooperationsvereinbarung mit der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin. Absolvent:innen der Zusatzqualifikation Erlebnispädagogik erwerben mit der Weiterbildung max. 15 Credits, die ggf. bei der Aufnahme eines Studiums von der anbietenden Hochschule (auf Antrag) anerkannt werden können. Die mit der Erbringung aller Leistungen erworbenen 15 Credits werden auf dem Abschluss-Zertifikat entsprechend ausgewiesen.

    Unsere Weiterbildung richtet sich an:

    Fachkräfte der Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit und der schulischen Bildung, wie Sozialarbeiter:innen, Erzieher:innen, Lehrer:innen, Pädagog:innen
    Trainer:innen und Berater:innen im Bereich Team- und Organisationsentwicklung in profit- und non-profit-Organisationen
    Quereinsteiger:innen ohne pädagogische Qualifikation, die sich ein neues Arbeitsfeld erschließen bzw. die Erlebnispädagogik in ihr Arbeitsfeld integrieren wollen
    ➜ Im Freizeit-, Sport oder Tourismusbereich Tätige
    Student:innen der entsprechenden Fachrichtungen.

    Unser Anspruch ist es, Sie als Teilnehmer:in der ZQEP zu befähigen, eigenverantwortlich vielfältige erlebnispädagogische Programme zu entwickeln und mit Ihren jeweiligen Zielgruppen umzusetzen. Besonders im Fokus stehen dabei die Gestaltung und Begleitung intensiver Entwicklungsprozesse mit Gruppen, die Moderation tiefgründiger und lösungsorientierter Reflexionen und das systemische Arbeiten in der Natur. Die Vermittlung umfassender Outdoorkompetenzen spielt in dieser Weiterbildung ebenfalls eine zentrale Rolle. Im Wechsel von intensiver Selbsterfahrung, Reflexion, Input und eigenen Anleitungssequenzen erwerben Sie aufeinander aufbauend die Kompetenzen zur Integration der Erlebnispädagogik in Ihr Arbeitsfeld bzw. zum Aufbau eines ganz neuen Tätigkeitsfeldes.

    FAQ zur Weiterbildung Zertifizierte Erlebnispdagogik

    Was ist das Besondere an eurer Weiterbildung?

    In unserer Weiterbildung gibt es zwei Schwerpunkte. Zum einen wirst du nach der Weiterbildung in der Lage sein, komplexe erlebnispädagogische Prozesse zu begleiten: Von konkreten pädagogischen Zielen ausgehend über die Wahl und Ausgestaltung der geeigneten erlebnispädagogischen Medien bis hin zu tiefgründigen moderierten Reflexionsrunden, die für eine echte Weiterentwicklung deiner Zielgruppe sorgen. Der zweite Schwerpunkt liegt in der Kunst, passend, souverän und mit einem systemischen Blick anzuleiten und zu moderieren. Die Entwicklung dieser Kompetenzen geht nicht an einem Wochenende. Deshalb ist unsere Weiterbildung so umfangreich. Du lernst nicht nur verschiedene Methoden kennen, sondern wirst dich auch in deinen persönlichen Kompetenzen weiterentwickeln.

    Warum dauert die ZQEP so lang?

    Unsere Weiterbildung erstreckt sich über insgesamt 33 Weiterbildungstage, das ist vergleichsweise viel. Dir gibt das die Möglichkeit, wirklich tief in das Feld der Erlebnispädagogik einzutauchen. Da wir viel Wert auf die Entwicklung des eigenen Standings als Anleiterin und Anleiter legen, wirst du schon im Laufe der Weiterbildung immer wieder selbst kleinere und größere Settings gestalten, anleiten, reflektieren und persönliches Feedback bekommen – alles im schützenden Rahmen der Weiterbildungsgruppe. Beispielsweise gute Gesprächsrunden moderieren zu können – das braucht viel Übung und diese Zeit nehmen wir uns. Ohne die Fähigkeit, eine tief gehende Reflexion anleiten und einen intensiven Entwicklungsprozess gestalten zu können, kannst du später vielleicht Erlebnis-Hopping und Events anbieten, aber keine echte Erlebnispädagogik.

    Welche erlebnispädagogischen Medien kann ich nach der Weiterbildung anwenden?

    Uns ist wichtig, dass alle Medien in unserer Region gut einsetzbar sind – und das ohne viel zusätzliches fachsportliches KnowHow und ohne Materialschlacht. Folgende Medien werden in der Weiterbildung kennen gelernt und geübt: Floßbau und Floßtour, Trekking, Kooperative Abenteuerspiele und Teamaufgaben, Kanutour, Kochen am Feuer, Biwakieren, Einfach leben, niedrige Seilaufbauten und Bogenschießen. Was wir nicht vermitteln: Hochseilgarten, Klettern, Bergtouren und Segeln. Aber: Unsere Medien sind immer nur Mittel zum Zweck – nämlich einem guten erfahrungsorientierten Entwicklungsprozess der Kinder, Jugendlichen oder Erwachsenen, mit denen du erlebnispädagogisch arbeiten möchtest. Und wenn du dafür andere Medien nutzen willst, kannst du dieses Wissen direkt auf diese übertragen. Den fachsportlichen Schein – falls nötig – kannst du einfach bei passenden Fach-Anbietern machen.

    Warum ist die ZQEP so teuer?

    Unsere Weiterbildung ist umfangreich, nämlich 33 Weiterbildungstage. Unsere Weiterbildung ist dadurch sehr tief gehend, du kannst hinterher einfach mehr. Und: Bei uns sind die Kosten für Übernachtung und Verpflegung bereits im Preis enthalten. Vergleiche das gern, denn das ist bei den meisten Anbietern extra zu zahlen. Insgesamt sind wir damit dann doch nicht teuer und auf den einzelnen Weiterbildungstag bezogen sogar ziemlich günstig.

    Wie schwer ist die Prüfung?

    Zum Erwerb des Zertifikates des Bundesverbandes gehört ein eigenes Praxisprojekt, eine schriftliche Reflexion dessen und ein Kolloquium – eine Art Fachgespräch. Das ist schon ein gewisser Anspruch, denn du wirst nachweisen, dass du die Erlebnispädagogik wirklich „verstanden“ hast. Aber in unserer Weiterbildung lernst du alles, was dafür nötig ist und wirst von uns durch Feedback und Coaching dabei unterstützt. Keine Angst davor, das klingt vielleicht komplizierter, als es dann nach den vielen Weiterbildungsmodulen ist.

    Kann ich das Praxisprojekt auch direkt bei euch umsetzen?

    Unsere Erfahrung ist, dass ein komplett selbst gestalteter Prozess für die eigene Weiterentwicklung am ergiebigsten ist – und das soll das Praxisprojekt bieten. Im Einzelfall könnte es auch bei unseren eigenen Trainings und Seminaren mal die Möglichkeit für ein Praxisprojekt geben, aber auch dann ist die Auftragsklärung und Programmentwicklung eine Aufgabe im Rahmen des Praxisprojektes. Eine Umsetzung bei uns selbst ist also nicht die Regel, wir unterstützen aber gern mit Tipps und Empfehlungen beim Finden eines passenden Projekts.

    Was kann ich nach der ZQEP?

    Nach Abschluss der ZQEP wirst du in der Lage sein, komplette erlebnispädagogische Lernprozesse zu gestalten. Zielfindung, Programmgestaltung, souveräne Anleitung, tiefgründige Reflexion – die Kompetenzen dazu hast du dann erworben. Und du kannst sie auf alle möglichen Medien übertragen – auch auf Medien außerhalb der Erlebnispädagogik, wie z.B. Musikinstrumente bauen, Kunstprojekte, indoor Kochaktionen, Zirkus, Bauprojekte und ähnliches.

    Was du noch kannst: Du kannst dich als zertifizierte/r Erlebnispädagog:in bei vielen Anbietern bewerben oder dir freiberuflich eine Existenz aufbauen.

    Kann ich bei euch auch einen Kletterschein machen?

    Wir bieten keinen „Kletterschein“ an. Unserer Meinung nach ist dieses Medium ziemlich zeit- und materialaufwendig, stark auf einzelne Teilnehmende fokussiert und für den pädagogischen Prozess der Gruppe oft nicht so richtig ergiebig. Du lernst aber alles, um auch dies prozessorientiert in deine Angebote einbauen zu können. Den „Schein“ machst du besser bei den Fachverbänden. Die können das einfach viel fundierter. Dafür sind wir Spezialisten für die Gestaltung eines systemischen erfahrungsorientierten Entwicklungsprozesses. Was du allerdings bei uns kennen lernst, sind Aufbau und Nutzung von mobilen Niedrigseilaktionen.

    Kann ich andere Seminare und Weiterbildungen anrechnen lassen?

    Alle Weiterbildungen unterscheiden sich im thematischen Aufbau. Auch bei uns werden Inhalte aus einem Modul im nächsten weitergeführt. Insofern ist es schwierig, einzelne Teile einfach weg zu lassen. Außerdem ist das Lernen in einer festen Weiterbildungsgruppe, die auch in sich alle gruppendynamischen Phasen abbildet, ein Bestandteil unseres Konzeptes. Deshalb ist ein Anrechnen aus anderen Seminaren in der Regel nicht möglich.

    Wie kann ich die Weiterbildung fördern oder unterstützen lassen?

    Viele Bundesländer bieten Förderprogramme an. Die Programme ändern sich regelmäßig und unterscheiden sich sehr. Aber es lohnt sich sehr, sich dazu beraten zu lassen, vielfach steht dir eine Beratung dazu auch zu. Die dazu nötigen Schritte findest du für dein Bundesland schnell im Netz.

    Wie kann ich mich am besten für so viele Tage der Weiterbildung freistellen lassen?

    Der Anspruch auf Bildungsurlaub ist gesetzlich geregelt. Es handelt sich hierbei um zusätzlichen Urlaub für den Zweck des Besuchs von anerkannten Bildungsveranstaltungen. Unsere Weiterbildung wird bislang jedes Jahr für Berlin und Brandenburg als Bildungsurlaub anerkannt. Für andere Bundesländer können wir auf Anfrage auch einen Antrag stellen. Mit dieser Anerkennung kannst du bei deinem Arbeitgeber einen Antrag auf Bildungsurlaub stellen, der dir gesetzlich zusteht. Dieser Anspruch ist begrenzt auf 10 Tage innerhalb von 2 aufeinanderfolgenden Kalenderjahren. Da die Module anteilig auch am Wochenende stattfinden, bräuchtest du dann letztlich nur noch wenige Urlaubstage zusätzlich einzusetzen. Manche Arbeitgeber sind aber auch verhandlungsbereit, wenn die Weiterbildung für deine aktuelle Tätigkeit einen Mehrwert bietet. Es lohnt sich nachzufragen. Weiterführende Informationen, auch zu den Unterschieden in den einzelnen Bundesländern, findest Du unter: https://www.bildungsurlaub.de/infos

    Was bedeutet die Kooperation mit der Katholischen Hochschule für Sozialwesen? Welche Rolle spielt das bei den Inhalten?

    Unser Curriculum wurde mit der Hochschule abgestimmt, sie bescheinigt die hohe Qualität durch die Vergabe von 15 Credits bei Abschluss der Weiterbildung. Diese können von Hochschulen für Masterstudiengänge, im Einzelfall ggf. auch für Bachelorstudiengänge angerechnet werden.

    Wichtig für die Kooperation mit der KHSB ist ihr Selbstverständnis als weltanschaulich offene Einrichtung. Nicht die Vermittlung „katholischer Inhalte“ steht im Zentrum, sondern das Ziel, Orte in Studium und Weiterbildung zu schaffen, an denen sich wissenschaftlich fundiert und ethisch reflektiert mit den humanen Grundlagen unserer Gesellschaft auseinandergesetzt wird.

    Kann ich die Weiterbildung unterbrechen und später beenden?

    Ideal ist es, die Weiterbildung am Stück durchzuziehen. Das Lernen in der gleichen Weiterbildungsgruppe bietet einen vertrauten Rahmen und wir können Themen von Modul zu Modul weiterführen. Sollte etwas dazwischenkommen, das eine Unterbrechung erfordert, ist ein späterer Wiedereinstieg allerdings in der Regel unproblematisch.

    Bietet ihr Ratenzahlung an?

    Ja, eine Ratenzahlung kann vereinbart werden. Die Details vereinbaren wir bei Abschluss des Weiterbildungsvertrages.

    Was für ein Zertifikat bekomme ich?

    Du bekommst ein Zertifikat mit dem Titel „Erlebnispädagoge / Erlebnispädagogin“, zertifiziert vom Bundesverband Individual- und Erlebnispädagogik e.V., das ist der Fachverband der Erlebnispädagog*innen in Deutschland. Wenn du keine pädagogische Vor-/Ausbildung mit staatlicher Anerkennung (z.B. als Erzieher*in oder Sozialpädagog*in o.ä.) vorweisen kannst, erhältst du ein Zertifikat mit dem Titel „Erlebnispädagoge/ Erlebnispädagogin GQ“, das bedeutet Grundqualifikation. Zusätzlich werden dir von der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin 15 Credits bescheinigt, die du bei einem postgradualen Studium anrechnen lassen kannst. Solltest du nicht zum Kolloquium antreten, nicht bestehen oder die zusätzlichen Nachweise nicht vorlegen (z.B. Nachweis über Erste-Hilfe-Schulung, Nachweis über Hospitationstage) erhältst du eine Teilnahmebescheinigung. Sobald alle Nachweise vorliegen und das Kolloquium erfolgreich absolviert wurde, wird das Zertifikat ausgestellt. Inhalte und Stundenumfang der Weiterbildung werden auf Teilnahmebescheinigung und Zertifikat mit ausgewiesen.

    Kann ich nach Abschluss der ZQEP auch mit Erwachsenen arbeiten, z.B. in der Teamentwicklung?

    Unbedingt, die Methoden sind ja zu einem großen Teil die gleichen. Domizil Leuchtturm als Träger der Weiterbildung hat langjährige Erfahrungen in der Jugendhilfe mit teilweise richtig anspruchsvollen Settings – oft verbunden mit echter Erlebnispädagogik. Die Referent*innen der Weiterbildung haben daneben aber auch viel Erfahrung in der Arbeit mit Teams, Fach- und Führungskräften und ganzen Organisationen – und bringen das auch mit ein. Viele unserer Absolvent*innen haben sich im Anschluss selbstständig gemacht und arbeiten auch mit Erwachsenen in unterschiedlichen Settings.

    Übersicht der Module

    1. Modul

    Grundlagenkurs I – Gruppenbildung – Selbsterfahrung und Gruppendynamik,
    4 Tage (Donnerstag – Sonntag)

    Neben Grundlagenwissen über die Erlebnispädagogik, methodische Prinzipien und pädagogischen Modelle steht die Selbsterfahrung und Reflexion eines dynamischen Gruppenprozesses im Mittelpunkt. Als Medien dienen Treckingtour, Orientierung, kooperative Abenteuerspiele, Wildniswissen, Biwakieren und Einfaches Leben im Outdoor.

    2. Modul

    Grundlagenkurs II – Prozessanalyse und Prozessbegleitung,
    4 Tage (Donnerstag – Sonntag)

    Schwerpunkt dieses Moduls sind Grundkompetenzen zur Einschätzung, Begleitung und zielgerichteten Intervention in gruppendynamischen Prozessen sowie die Planung und das Design von erlebnispädagogischen Programmen. Floßbau, Lagerbau, Outdoorküche, Teamentwicklungsaufgaben und Landart werden hier praktisch erlebt und vermittelt.

    3. Modul

    Leiten und Führen von Gruppen I – Kompetent und lösungsorientiert leiten und führen, 4 Tage (Donnerstag -Sonntag)

    Leiten und Führen in erlebnispädagogischen Programmen, persönliche Führungskompe-tenzen und die Entwicklung von Sicherheitskonzepten stehen im Mittelpunkt. Eigene Anleitungssequenzen der Teilnehmenden werden gemeinsam reflektiert, eine Analyse der individuellen Entwicklungsfelder schließt sich daran an. Als Medien dienen Kooperative Abenteuerspiele, Interaktions- und Problemlöseaufgaben. Daneben spielen systemische Reflexions- und Transfermethoden und Fragetechniken und -formen eine zentrale Rolle.

    4. Modul

    Leiten und Führen von Gruppen II – Konflikte erleben und mit ihnen arbeiten,
    4 Tage (Donnerstag – Sonntag)

    In diesem Modul steht das Thema Konflikt im Mittelpunkt und damit dessen Dynamik, Interventionsmöglichkeiten, Analyse und Bearbeitung von Konflikten und Schlüsselkompetenzen konstruktiver systemischer Konfliktlösung. Auch der Blick auf das eigene Interventionsprofil und Übungen zu lösungsfokussierter und mediativer Gesprächsführung runden das Programm ab.

    5. Modul

    Leiten und Führen von Gruppen III – Prozessorientiert führen und leiten und Sicherheit gestalten, 4 Tage (Donnerstag – Sonntag)

    Die Gestaltung eines in sich stimmigen Entwicklungsprozesses für eine Gruppe von der Auftragsklärung bis zum inhaltlichen Transfer ist das Hauptthema dieser vier Tage. Grundannahmen systemischen Arbeitens werden hierbei einbezogen. Zweiter Themenbereich ist das Risiko-, Sicherheits,- Notfall-, und Krisenmanagement in erlebnispädagogischen Programmen. Niedrigseilbauten, Teamaufgaben und Bogenschießen bilden den Erfahrungshintergrund für die thematischen Inhalte.

    6. Modul

    Leiten und Führen von Gruppen IV – Gruppenprojekt,
    5 Tage (Mittwoch – Sonntag)

    Die Teilnehmenden wenden das bisher vermittelte Wissen und ihre erworbenen Fertigkeiten in der Praxis an, indem sie für eine längere Phase im Lauf der Woche die Leitung und Führung der Gruppe übernehmen. Intensive Reflexion und Feedback schließen sich an. Die Medien richten sich nach den Planungen der Teilnehmenden.

    7. Modul

    Alle in einem Boot – Lernprozesse auf dem Wasser gestalten,
    5 Tage (Mittwoch – Sonntag)

    Den vielfältigen Möglichkeiten des erlebnispädagogischen Arbeitens am und mit dem Wasser im Land Brandenburg entsprechend steht in dieser Woche das Medium Kanu im Mittelpunkt. Das Führen von Gruppen auf dem Wasser wird intensiv erlebt und reflektiert. Eine fünftägige Kanutour mit Vermittlung von Fahrtechniken im strömenden Gewässer, Kenter- und Rettungsübungen, Spielformen und Übungen zur Gewährleistung der Sicherheit auf dem Wasser bietet reichlich Erlebnis- und Erfahrungsraum. Dieses Modul thematisiert daneben das „Unterwegs-Sein“ bzw. „die Expedition“ als zentrales Element erlebnispädagogischer Programme.

    Persönliches Praxisprojekt, mindestens 1 Tag

    In einem selbst organisierten Praxisprojekt wenden die Teilnehmenden das erworbene Wissen an und erproben sich im Leiten und Führen erlebnispädagogischer gruppendynamischer Prozesse. Das Projekt kann im eigenen Arbeitsfeld oder bei anderen Trägern und Einrichtungen umgesetzt werden. Eine schriftliche Dokumentation und Selbstreflexion schließt das Praxisprojekt ab.

    Abschlusskolloquium, 3 Tage

    Das Kolloquium bildet den Abschluss der Zusatzqualifikation. Das persönliche Praxisprojekt wird vorgestellt, reflektiert und mit den anwesenden Auditor:innen, Gästen und anderen Teilnehmenden diskutiert. Ein individuelles Abschlussgespräch schließt sich daran an.

    Abschluss der Zusatzqualifikation

    Nach erfolgreichem Abschluss der Weiterbildung erhalten die Teilnehmenden ein Zertifikat mit dem Titel „Erlebnispädagoge/Erlebnispädagogin“ und dem Qualitätssiegel des Bundesverbandes Individual- und Erlebnispädagogik e.V.. Teilnehmende ohne pädagogische Grundqualifikation erhalten ein Zertifikat mit dem Titel “Erlebnispädagoge/Erlebnispädagogin (GQ)” (GQ=Grundqualifikation) und dem Qualitätssiegel des BE e.V.

    Absolvent:innen der Zusatzqualifikation Erlebnispädagogik erwerben mit der Weiterbildung max. 15 Credits, die ggf. bei der Aufnahme eines Studiums von der anbietenden Hochschule (auf Antrag) anerkannt werden können. Die mit der Erbringung aller Leistungen erworbenen 15 Credits werden auf dem Abschluss-Zertifikat entsprechend ausgewiesen.

    Lehrteam der ZQEP

    • Antje Rieck, Mag. der Erziehungswissenschaften, Erlebnispädagogin be®, Systemische Organisationsberaterin (SySt), Systemischer Coach (FH), Antigewalt- und Kompetenztrainerin (Violence Prevention Network), Hochseilgartentrainerin, Teamleiterin Projekt OuTDoor bei Domizil Leuchtturm, freie Trainerin und Beraterin
    • Jens Thomas, Dipl. Sozialpädagoge/Sozialarbeiter (FH), Erlebnispädagoge be®, Systemischer Supervisor (SG), Systemischer Coach (ISI), Kanuguide (VDKS), Coastal Sea Kayak Award (BC), Hochseilgartentrainer, freier Trainer und Berater
    • Christian Prengel, Sozialpädagoge, Erlebnispädagoge be®, Systemischer Organisationsberater (SySt), Antigewalt- und Kompetenztrainer (Violence Prevention Network), Fachbereichsleiter Ambulante Hilfen bei Domizil Leuchtturm, freier Trainer und Berater

    Weiterbildungskosten und mögliche finanzielle Förderungen

    Die Kosten der Weiterbildung betragen 3.450 €. Eine Ratenzahlung ist grundsätzlich möglich und wird im Vorfeld schriftlich vereinbart. Die Kosten für die Unterkunft und Verpflegung sind als Programmbestandteil darin enthalten.

    In den einzelnen Bundesländern bestehen unterschiedliche Möglichkeiten einer Beantragung von Fördermitteln. Bitte informieren Sie sich hierüber vor der Anmeldung. Für Beschäftigte im Land Brandenburg besteht unter Umständen die Möglichkeit bei der ILB eine Förderung zu beantragen. Weitere Informationen dazu finden Sie hier:

    Zugangsvoraussetzungen

    • Bereitschaft und Lust zum Lernen in unterschiedlichen Outdoor-Settings
    • ein Mindestalter von 21 Jahren
    • ein persönliches (ggf. telefonisches) Gespräch mit der Lehrgangsleitung
    • die Vorlage eines aktuellen erweiterten polizeilichen Führungszeugnisses.

    Weitere Informationen zum Konzept der Weiterbildung, zu den Rahmenbedingungen und zu der abzuschließenden Weiterbildungsvereinbarung erhalten Sie auf Anfrage.

    Termine 2026/2027

    Anmeldeschluss: 28.08.2026

    Infoabende zur ZQEP für sämtliche auftretende Fragen und zum Kennenlernen der Weiterbildungsleitung:

    • am 29.04.2026, 18.00 Uhr im Volkspark Friedrichshain in Berlin
    • am 15.06.202619.30 Uhr Virtueller Infoabend

    Bitte melden Sie sich dazu unter  und wir senden eine Einladung mit Ortsangabe bzw. Link zu. Unabhängig davon ist natürlich jederzeit ein individuelles Telefonat oder Videogespräch möglich, um alle Fragen zu besprechen und ausführliche Informationen zu erhalten.

    Modul 1-7Termine Durchgang 2026/2027
    Grundlagenkurs I10.09.-13.09.2026
    Grundlagenkurs II08.10.-11.10.2026
    Führen und Leiten I03.12.-06.12.2026
    Führen und Leiten II11.02.-14.02.2027
    Führen und Leiten III22.04.-25.04.2027
    Führen und Leiten IV16.06.-20.06.2027
    Alle in einem Boot25.08.-29.08.2027
    Abschlusskolloquium18.11.-20.11.2027

    Termine 2025/2026 – keine Anmeldung mehr möglich

    Modul 1-7Termine Durchgang 2025/2026
    Grundlagenkurs I11.-14.09.2025
    Grundlagenkurs II09.-12.10.2025
    Führen und Leiten I27.-30.11.2025
    Führen und Leiten II12.-15.02.2026
    Führen und Leiten III23.-26.04.2026
    Führen und Leiten IV10.-14.06.2026
    Alle in einem Boot02.-06.09.2026
    Abschlusskolloquium26.-28.11.2026

    Anmeldeformular

    Für eine Anmeldung zur Beruflichen Weiterbildung als ErlebnispädagogIn (ZQEP) – zertifizierte Zusatzqualifikation Prozessorientierte Methoden der Erlebnispädagogik benutzen Sie bitte das untenstehende Online-Anmeldeformular.
    Alternativ können Sie dieses auch als PDF hier downloaden.

    Hiermit melde ich mich für die Teilnahme an der nächsten ZQEP an.

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  • Weiterbildung zur Spezialisierung in den ambulanten Hilfen zur Erziehung

    Weiterbildung zur Spezialisierung in den ambulanten Hilfen zur Erziehung

    Weiterbildung zur Spezialisierung in den ambulanten Hilfen zur Erziehung

    Inhouseangebot an freie und öffentliche Träger der Jugendhilfe und deren Mitarbeitende
    im Bereich der ambulanten Hilfen zur Erziehung

    Die Weiterbildung zur Spezialisierung in den ambulanten Hilfen zur Erziehung richtet sich als Inhouseangebot insbesondere an freie und öffentliche Träger der Jugendhilfe und deren Mitarbeitende, die bereits im Bereich der ambulanten Hilfen zur Erziehung tätig sind und vorhandenes Know-How vertiefen und ihre Kompetenzen erweitern möchten.

    Zeitlicher Aufbau und Inhalte

    Die Weiterbildung umfasst insgesamt 30 Tage, verteilt auf 13 Module inklusive Abschlusskolloquium. Für die jeweils 2-tägigen bis 3-tägigen Module wird eine Seminarzeit von 6-7 Stunden täglich angesetzt. Zwischen den einzelnen Modulen treffen sich die Teilnehmenden in selbstorganisierten Arbeitsgruppen von bis zu 5 Personen, in denen die in der Weiterbildung vermittelten und erworbenen Kenntnisse vertieft werden. 

    Modul 1Einführung in die ambulanten Hilfen zur Erziehung – Fokus: Individuelle Standortbestimmung, Grundlagenvermittlung2 Tage
    Modul 2Einführung in die ambulanten Hilfen zur Erziehung – Fokus: Berufsbild und Rollenverständnis2 Tage
    Modul 3Gesprächsführung und Beratung2 Tage
    Modul 4Hilfeplanung, Zielfindung, Dokumentation und Berichtswesen2 Tage
    Modul 5Konflikt- und Krisenmanagement3 Tage
    Modul 6Entwicklungspsychologie, psychische Erkrankungen, Kindeswohl und Kinderschutz4 Tage
    Modul 7Grundlagen des Systemischen Ansatzes2 Tage
    Modul 8Grundlagen des Konfrontativen Ansatzes2 Tage
    Modul 9Rechtliche Grundlagen2 Tage
    Modul 10Selfcare und Selbstmanagement2 Tage
    Modul 11Netzwerkarbeit, Umgang mit Behörden und Ämtern2 Tage
    Modul 12Arbeit im Migrationskontext2 Tage
    Modul 13Abschlusskolloquium3 Tage

    Die Inhalte der Weiterbildung werden durch theoretische Wissensvermittlung in Form von thematischer Seminararbeit (Vorträge der Dozent:innen, Referate, Diskussionen im Plenum und in Kleingruppenarbeit) sowie durch praktisches, selbsterfahrendes Arbeiten (praktische Übungen an Themen der Teilnehmenden, konkrete Fallarbeit, Wahrnehmungsübungen,  Kommunikations- und Rhetorikübungen zur professionellen Präsenz, Visualisierung, …) vermittelt.

    Abschluss

    Der erfolgreiche Abschluss der Weiterbildung wird durch ein Trägerzertifikat bestätigt.