BE-Zertifizierte Weiterbildung Erlebnispädagogik Berlin und Brandenburg

Zusatzqualifikation „Prozessorientierte Methoden der Erlebnispädagogik“ (ZQEP)


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Die ZQEP ist eine modular aufgebaute Weiterbildung im Sinne der Fortbildungsstandards des Bundesverbandes Individual- und Erlebnispädagogik e.V. (BE e.V.). Darüber hinaus sind wir seit 2016 Träger des Qualitätssiegels „Qualität in der Individual- und Erlebnispädagogik – Mit Sicherheit pädagogisch!“, verliehen vom BE e.V., der unsere Weiterbildung regelmäßig überprüft und zertifiziert. Die Weiterbildung besteht aus sechs Blöcken zu jeweils 5 Tagen und dem dreitägigen Abschlusskolloquium.

Es besteht eine Kooperationsvereinbarung mit der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin. Absolvent*innen der Zusatzqualifikation Erlebnispädagogik erwerben mit der Weiterbildung max. 15 Credits, die ggf. bei der Aufnahme eines Studiums von der anbietenden Hochschule (auf Antrag) anerkannt werden können. Die mit der Erbringung aller Leistungen erworbenen 15 Credits werden auf dem Abschluss-Zertifikat entsprechend ausgewiesen.

Unsere Weiterbildung richtet sich an:

  • Fachkräfte der Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit und der schulischen Bildung, wie Sozialarbeiter:innen, Erzieher:innen, Lehrer:innen, Pädagog:innen
  • Trainer:innen und Berater:innen im Bereich Team- und Organisationsentwicklung in profit- und non-profit-Organisationen
  • Quereinsteiger:innen ohne pädagogische Qualifikation, die sich ein neues Arbeitsfeld erschließen bzw. die Erlebnispädagogik in ihr Arbeitsfeld integrieren wollen
  • Im Freizeit-, Sport oder Tourismusbereich Tätige
  • Student:innen der entsprechenden Fachrichtungen.

Unser Anspruch ist es, Sie als Teilnehmer:in der ZQEP zu befähigen, eigenverantwortlich vielfältige erlebnispädagogische Programme zu entwickeln und mit Ihren jeweiligen Zielgruppen umzusetzen. Besonders im Fokus stehen dabei die Gestaltung und Begleitung intensiver Entwicklungsprozesse mit Gruppen, die Moderation tiefgründiger und lösungsorientierter Reflexionen und das systemische Arbeiten in der Natur. Die Vermittlung umfassender Outdoorkompetenzen spielt in dieser Weiterbildung ebenfalls eine zentrale Rolle. Im Wechsel von intensiver Selbsterfahrung, Reflexion, Input und eigenen Anleitungssequenzen erwerben Sie aufeinander aufbauend die Kompetenzen zur Integration der Erlebnispädagogik in Ihr Arbeitsfeld bzw. zum Aufbau eines ganz neuen Tätigkeitsfeldes.

Übersicht der Module der Weiterbildung

1. Modul: Grundlagenkurs 1 – Fokus Gruppenbildung – Selbsterfahrung und Gruppendynamik, 5 Tage
Neben Grundlagenwissen über die Erlebnispädagogik, methodische Prinzipien und pädagogischen Modelle steht die Selbsterfahrung und Reflexion eines dynamischen Gruppenprozesses im Mittelpunkt. Als Medien dienen Treckingtour, Orientierung, kooperative Abenteuerspiele, Wildniswissen, Biwakieren und Einfaches Leben im Outdoor.

2. Modul: Grundlagenkurs 2 – Fokus Prozessanalyse und Prozessbegleitung, 5 Tage
Schwerpunkt dieses Moduls sind Grundkompetenzen zur Einschätzung, Begleitung und zielgerichteten Intervention in gruppendynamischen Prozessen sowie die Planung und das Design von erlebnispädagogischen Programmen. Floßbau, Lagerbau, Outdoorküche, Teamentwicklungsaufgaben und Landart werden hier praktisch erlebt und vermittelt.

3. Modul: Leiten und führen von Gruppen – Kompetent und lösungsorientiert leiten und führen, 5 Tage

Leiten und Führen in erlebnispädagogischen Programmen, persönliche Führungskompetenzen und die Entwicklung von Sicherheitskonzepten stehen im Mittelpunkt. Eigene Anleitungssequenzen der Teilnehmenden werden gemeinsam reflektiert, eine Analyse der individuellen Entwicklungsfelder schließt sich daran an. Als Medien dienen Kooperative Abenteuerspiele, Interaktions- und Problemlöseaufgaben. Daneben spielen systemische Reflexions- und Transfermethoden und Fragetechniken und -formen eine zentrale Rolle.

4. Modul: Leiten und Führen von Gruppen – Konflikte erleben und mit ihnen arbeiten, 5 Tage

In dieser Woche steht das Thema Konflikt im Mittelpunkt und damit dessen Dynamik, Interventionsmöglichkeiten, Analyse und Bearbeitung von Konflikten und Schlüsselkompetenzen konstruktiver systemischer Konfliktlösung. Zweiter Themenbereich ist das Risiko-, Sicherheits,- Notfall-, und Krisenmanagement in erlebnispädagogischen Programmen. Niedrigseilbauten, Bogenschießen sowie Übungen zu lösungsfokussierter und mediativer Gesprächsführung bilden den Erfahrungshintergrund für die thematischen Inhalte.

5. Modul: Leiten und Führen von Gruppen – Gruppenprojekt

Die Teilnehmenden wenden das bisher vermittelte Wissen und ihre erworbenen Fertigkeiten in der Praxis an, indem sie für eine längere Phase im Lauf der Woche die Leitung und Führung der Gruppe übernehmen. Intensive Reflexion und Feedback schließen sich an. Die Medien richten sich nach den Planungen der Teilnehmenden.

6. Modul: Alle in einem Boot – Lernprozesse auf dem Wasser gestalten

Den vielfältigen Möglichkeiten des erlebnispädagogischen Arbeitens am und mit dem Wasser im Land Brandenburg entsprechend steht in dieser Woche das Medium Kanu im Mittelpunkt. Das Führen von Gruppen auf dem Wasser wird intensiv erlebt und reflektiert. Eine fünftägige Kanutour mit Vermittlung von Fahrtechniken im strömenden Gewässer, Kenter- und Rettungsübungen, Spielformen und Übungen zur Gewährleistung der Sicherheit auf dem Wasser bieten reichlich Erlebnis- und Erfahrungsraum.

Persönliches Praxisprojekt, mindestens 3 Tage

In einem selbst organisierten Praxisprojekt wenden die Teilnehmenden das erworbene Wissen an und erproben sich im Leiten und Führen erlebnispädagogischer gruppendynamischer Prozesse. Das Projekt kann im eigenen Arbeitsfeld oder bei anderen Trägern und Einrichtungen umgesetzt werden. Eine schriftliche Dokumentation und Selbstreflexion schließt das Praxisprojekt ab.

Abschlusskolloquium, 3 Tage

Das Kolloquium bildet den Abschluss der Zusatzqualifikation. Das persönliche Praxisprojekt wird vorgestellt, reflektiert und mit den anwesenden Auditor:innen, Gästen und anderen Teilnehmenden diskutiert. Ein individuelles Abschlussgespräch schließt sich daran an.

Abschluss der Zusatzqualifikation

Nach erfolgreichem Abschluss der Weiterbildung erhalten die Teilnehmenden ein Zertifikat mit dem Titel „Erlebnispädagoge/Erlebnispädagogin“ und dem Qualitätssiegel des Bundesverbandes Individual- und Erlebnispädagogik e.V.. Teilnehmende ohne pädagogische Grundqualifikation erhalten ein Zertifikat mit dem Titel “Erlebnispädagoge/Erlebnispädagogin (GQ)” (GQ=Grundqualifikation) und dem Qualitätssiegel des BE e.V.

Absolvent*innen der Zusatzqualifikation Erlebnispädagogik erwerben mit der Weiterbildung max. 15 Credits, die ggf. bei der Aufnahme eines Studiums von der anbietenden Hochschule (auf Antrag) anerkannt werden können. Die mit der Erbringung aller Leistungen erworbenen 15 Credits werden auf dem Abschluss-Zertifikat entsprechend ausgewiesen.

Lehrteam der ZQEP

  • Antje Rieck, Sozialpädagogin, Erlebnispädagogin be®, Systemische Organisationsberaterin (SySt), Antigewalt- und Kompetenztrainerin (Violence Prevention Network), Hochseilgartentrainerin, Teamleiterin Projekt OuTDoor bei Domizil Leuchtturm, freie Trainerin und Beraterin
  • Christian Prengel, Sozialpädagoge, Erlebnispädagoge be®, Systemischer Organisationsberater (SySt), Antigewalt- und Kompetenztrainer (Violence Prevention Network), Fachbereichsleiter Ambulante Hilfen bei Domizil Leuchtturm, freier Trainer und Berater
  • Jens Thomas, Dipl. Sozialpädagoge/Sozialarbeiter (FH), Erlebnispädagoge be®, Systemischer Supervisor (SG), Systemischer Coach (ISI), Kanuguide (VDKS), Coastal Sea Kayak Award (BC), Hochseilgartentrainer, freier Trainer und Berater

Weiterbildungskosten und mögliche finanzielle Förderungen

Die Kosten der Weiterbildung für den Durchgang 2022/2023 betragen 3.450 €. Eine Ratenzahlung ist grundsätzlich möglich und wird im Vorfeld schriftlich vereinbart. Die Kosten für die Unterkunft und Verpflegung sind als Programmbestandteil darin enthalten.

In den einzelnen Bundesländern bestehen unterschiedliche Möglichkeiten einer Beantragung von Fördermitteln. Bitte informieren Sie sich hierüber vor der Anmeldung. Für Beschäftigte im Land Brandenburg besteht unter Umständen die Möglichkeit bei der ILB eine Förderung zu beantragen. Weitere Informationen dazu finden Sie hier:

Zugangsvoraussetzungen

  • Bereitschaft und Lust zum Lernen in unterschiedlichen Outdoor-Settings
  • ein Mindestalter von 21 Jahren
  • ein persönliches (ggf. telefonisches) Gespräch mit der Lehrgangsleitung.

Weitere Informationen zum Konzept der Weiterbildung, zu den Rahmenbedingungen und zu der abzuschließenden Weiterbildungsvereinbarung erhalten Sie auf Anfrage.

Termine 2022/2023 – Anmeldeschluss ist der 31.08.2022

Modul 1-7Termine für das Ausbildungsjahr 2022/2023
Grundlagenkurs 105.09. – 09.09.2022
Grundlagenkurs 207.11. – 11.11.2022
Leiten und Führen 116.01. – 20.01.2023
Leiten und Führen 217.04. – 21.04.2023
Leiten und Führen 312.06. – 16.06.2023
Alle in einem Boot04.09. – 08.09.2023
Abschlusskolloquium15.11. – 17.11.2023

Termine 2021/2022

Modul 1-7Termine für das Ausbildungsjahr 2021/2022
Grundlagenkurs 123.08. – 27.08.2021
Grundlagenkurs 225.10. – 29.10.2021
Leiten und Führen 117.01. – 21.01.2022
Leiten und Führen 228.03. – 01.04.2022
Leiten und Führen 330.05. – 03.06.2022
Alle in einem Boot29.08. – 02.09.2022
Abschlusskolloquium16.11. – 18.11.2022

Anmeldeformular

Anmeldung zur Beruflichen Weiterbildung als ErlebnispädagogIn (ZQEP) – zertifizierte Zusatzqualifikation Prozessorientierte Methoden der Erlebnispädagogik

Hiermit melde ich mich für die Teilnahme an der nächsten ZQEP an.


    Ansprechpartner: Frau Antje Rieck
    Telefon: 0173 – 5974934
    Mail: bildung (at) domizil-leuchtturm.de

    Anmeldeformular als PDF downloaden:
    Anmeldung ZQEP