Projekt Indoor – Soziale Gruppenarbeit

Das Projekt Indoor ist ein ambulantes, individual- und gruppenpädagogisches Angebot der Jugendhilfe für gefährdete, benachteiligte oder in der Entwicklung beeinträchtigte Kinder und Jugendliche. Die Leistungsvoraussetzung für das Projekt regeln die §§ 27,41 i. V. m. §§ 29, 30 SGB VIII. 

Konzeption & Zielgruppe

Das Angebot richtet sich an Kinder und Jugendliche im Alter von 8-19 Jahren, die in sozialen Kontexten häufig auffällig sind, weil sie bestimmte Situationen nicht mit adäquaten Kompetenzen meistern können. Das Projekt soll den teilnehmenden Kindern und Jugendlichen durch soziales Lernen in der Gruppe und begleitende Einzelarbeit bei der Überwindung von Entwicklungsschwierigkeiten helfen, sodass diese nach Ablauf der Maßnahme besser in der Lage sind, eigene Interessen zu formulieren und sich in ihrem sozialen Umfeld (Freizeit, Schule, Familie) angemessen zu verhalten.

Projektziele

  • Abbau von Ängsten und Vermeidungsstrategien
  • Entdeckung eigener Ressourcen und Selbsthilfepotentiale
  • Entwicklung von Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit
  • Entwicklung von Konflikt- und Problemlösungskompetenzen
  • Entwicklung von Bewältigungsstrategien in Bezug auf Stress, Gewalt, Frustration
  • Förderung von Lebensfreude, Eigeninitiative und Kreativität
  • Stärkung von Selbstwahrnehmung, Selbstwertgefühl und Verantwortungsbewusstsein
  • Erschließung des weiteren sozialen Umfeldes (Freizeitstätten und Vereine, Schulen) zum Aufbau von konkreten Perspektiven für die weitere Lebensgestaltung.

Methodik & Struktur

Kernstück der Arbeit bilden die 1 bzw. 2 x wöchentlich stattfindenden Gruppentreffen pro Gruppe. Die Gruppengröße beträgt 7 bis max. 10 Kinder/Jugendliche.

Die Einstiegsphase (Treffen 1 bis 5) dient inhaltlich dem gegenseitigen Kennenlernen der Gruppenmitglieder, dem Erstellen der Gruppenregeln und dem Aufbau der Gruppe sowie der Vertrauensbildung. So werden mit den Kindern die Rahmenbedingungen für alle folgenden Gruppentreffen abgeklärt und der für alle Teilnehmer verbindliche Vertrag erarbeitet.

Die Gruppenphase dient schwerpunktmäßig der Beschäftigung mit dem Alltag und den Erlebnissen der Kinder in ihrer Familie, ihrem Umfeld oder der Schule, die sich innerhalb der Gruppe widerspiegeln bzw. die Kinder von sich aus mit einbringen. Dabei werden Konflikte besprochen und Ressourcen erarbeitet, um im Miteinander wachsen zu können.

Parallel zur Gruppenphase gestalten die Gruppenleiter dem individuellen Bedarf der einzelnen Gruppenmitglieder entsprechend Einzelkontakte und/oder Kleingruppenkontakte im Umfang von durchschnittlich 6 Stunden pro Monat und Teilnehmenden. Hier geht es verstärkt darum, Erlerntes zu festigen und neu erworbene angemessene Verhaltensweisen in den Lebensalltag Zuhause, in der Schule und Freizeit zu übertragen. Der Einbeziehung des persönlichen Umfeldes der Teilnehmenden kommt dabei besondere Bedeutung zu.

Für die pädagogische Umsetzung des Projektes sollte das familiäre System ausreichend tragfähig sein, sodass die Kinder/Jugendlichen in ihrem sozialen Umfeld verbleiben können. Die individuellen Ziele der Hilfe werden klientenbezogen in Zusammenarbeit mit den Kindern/Jugendlichen, dem Jugendamt, dem freien Träger, dem Personensorgeberechtigten und den Gruppenleitern im Hilfeplan festgelegt, in regelmäßigen Abständen evaluiert und angepasst.

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Herr Christian Prengel

Büro Ambulante Arbeit
Kleiner Haag 26
14943 Luckenwalde

0174 269 883 3

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Konzeptionen und Leistungsbeschreibungen sende wir Ihnen gern auf Anfrage zu.

Durch die Auseinandersetzung im Gruppenkontext sollen Erfahrungen ermöglicht werden, die einen Lerneffekt nach sich ziehen und:
• die Entwicklung der Kontakt-, Begegnungs- und Beziehungsfähigkeit in Gruppen und mit Gleichaltrigen die Persönlichkeitsbildung und
• die Übertragung von neu erworbenen Verhaltensweisen in den Alltag der Kinder und Jugendlichen fördern.